Zwischen der Altstadt und dem See steht eine Reihe von 45 Menhiren. Menschen errichteten sie hier vor mehr als 6’000 Jahren, im Neolithikum, lange bevor die Römer dem Ort einen Namen gaben oder das Schloss entstand. Dies ist die Reihe von Clendy, die wichtigste neolithische Stätte der Schweiz, und ein naher Verwandter der grossen Steinreihen von Carnac in der Bretagne.
Was Sie vor sich haben
Fünfundvierzig Steine, in Linien und einem kleinen Hufeisen angeordnet. Die grössten erreichen rund 4,5 Meter und wiegen bis zu fünf Tonnen. Sehen Sie genau hin: Einige sind nicht nur grobe Blöcke; mehrere sind Statuenmenhire, von Hand mit einem gerundeten Profil aus «Kopf und Schultern» geformt, das ihnen einen fast menschlichen Umriss gibt, verwandt mit den gemeisselten Standfiguren des mediterranen Neolithikums. Bringen Sie nichts ausser Ihren Augen und etwas Zeit mit, und lassen Sie das Ausmass der Mühe auf sich wirken.
Eine Stätte, die verschwand und zurückkam
Die Steine standen nicht immer. Sie kippten in der Antike um und gingen verloren, kamen dann im 19. Jahrhundert zum Vorschein, als der See während der grossen Juragewässerkorrektion abgesenkt wurde. Erst 1975 wurden sie als bewusste prähistorische Reihe erkannt, und 1986 wurden sie dort wieder aufgerichtet, wo sie heute stehen. Sie gehören zur prähistorischen Seeuferlandschaft, die die UNESCO entlang dieser Ufer listet.
Praktische Hinweise
- Gratis und jederzeit zugänglich. Es gibt keinen Zaun, kein Ticket und kein Tor. Sie können morgens, bei Sonnenuntergang oder nach Einbruch der Dunkelheit zwischen den Steinen umhergehen.
- Wo: das Quartier Clendy, auf dem flachen Gelände am Seeufer, zu Fuss oder mit dem Velo vom Zentrum aus erreichbar, dem See entlang am Yachthafen vorbei.
- Was mitnehmen: Es gibt wenig Schatten und keinen Kiosk vor Ort, nehmen Sie im Sommer also Wasser mit.
- Quelle: Yverdon-les-Bains Région Tourisme.
Gut zu kombinieren
Der Uferweg führt weiter ostwärts nach Champ-Pittet und zum Schilf der Grande Cariçaie. Bei den Menhiren zu starten und dem Ufer zu folgen ergibt einen einfachen halben Tag zu Fuss oder mit dem Velo, mit alter Geschichte am einen Ende und einem der grossen Feuchtgebiete der Schweiz am anderen.